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hülle und fülle

 

2010-2011

maße variieren

technik: acryl auf leinwand oder papier

arbeiten, die in der einzelausstellung “hülle und fülle”

im Cafe Restaurant Vivarium in Höslwang zu sehen waren.

Ein Auszug aus dem Atelierbuch:

„Vivarium – Essen, Behälter, Behalten, Befüllen, Fülle, Hülle und Fülle. Reichtum, Überfluss und Hülle als Form, als Idee, als Rolle, die man erfüllt, ausfüllt.

Mir schweben Bilder vor, die Dirndl zeigen, leer und gefüllt, leere Lederhosen und welche mit Träger, mit Fülle.

Hülle und Fülle ist Vielzahl, ist Wiederholung, sind viele Dirndl und Plattler.

Man hält an der eigenen Hülle fest, an einer bestimmten Vorstellung, trägt die Hülle als Rolle, als Kleid, als Kostüm. Oft trägt man an den Hüllen der anderen mit, damit sie sich daran festhalten können und die Hülle ausfüllen. Ist es aber dann deren Erfüllung?

Die Fülle des Einzelnen ist größer als jede Hülle. Eine Rolle, eine Hülle ist nur ein Aspekt von Einem selbst.

Im Brauchtum werden die Hüllen festgehalten, weitergegeben, damit sie wieder ausgefüllt werden. Was ist eine Hülle ohne Fülle? Wohl wirklich nur Hülle. Was macht dann die Fülle aus der Hülle?

Funktioniert das Tradieren der Hüllen, der Werte, der Normen als Formen in unserer Welt noch?

Für mich stehen die Lederhosen und Dirndln als Form, als Symbol für Mann und Frau, für Ideale, Wertvorstellungen, Normen, Rollen, Muster… und das eigentlich ganz allgemein. Es ist meine Formensprache, weil ich von hier bin. Ich versuche ganz allgemeine Themen zu veranschaulichen. Es geht um die Vorstellungen, die man versucht zu erfüllen, Werte zu leben, sich in der Welt der Strukturen, der Richtlinien zurechtzufinden. Die Muster zu entdecken die das Leben durchziehen und in die man selbst so verstrickt ist.

Was bleibt von mir in dieser Welt? Die Zeit und Vergänglichkeit ist immer präsent. Formen lösen sich auf, Farben in unteren Schichten kommen zum Vorschein. Manches bleibt bestehen, hat Bestand, anderes wird übermalt. Ich glaube alles ist im stetigen Wandel. Auch noch so fest und starr wirkende Gesetze, Regeln und Strukturen sind einmal in Auflösung begriffen.

Hoffentlich bringt uns die Zukunft Erfüllung. Hoffentlich ist es möglich, uns von alten Formen, brüchigen Hüllen zu trennen und offen zu sein für Neues. Vielleicht gibt es ja irgendwann keine Hüllen mehr, sondern nur noch Fülle? Bis dahin wünsche ich allen ein erfülltes Leben. Dass man seine Hüllen erkennt, sich darin findet, sie ganz ausfüllen kann und sie einen dann erfüllen. Fülle fühlen, Fühlen fühlen, fühle, fülle das Leben.“

 

> Fotos von der Ausstellung

und der Vernissage

für weitere Bilder

> bildergalerie

die reihenfolge der werke in der bildergalerie entspricht der nummerierung in der ausstellung.

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